Aus Südtirol geschickt geformt: Fassaden & Gebäudehüllen aus Metall
Fassaden und Gebäudehüllen für alle architektonischen Spielarten
Technische Daten
- Hinterlüftete Metallfassaden: Typischerweise 35 bis 45 dB durch schallabsorbierende Luftschichten und Dämmstoffe.
- Elementierte Fassadensysteme: Hochverdichtete Aufbauten mit Spitzenwerten von 45 bis über 50 dB.
- Metall-Holz-Hybride: Natürliche Absorption bei hoher Masse, ideal für Werte von 40 bis 48 dB.
- Körperschall-Optimierung: Systemintegrierte Antidröhn-Lösungen zur Reduktion von Witterungs- und Vibrationsgeräuschen.
Unsere Sonnenschutzsysteme werden projektspezifisch auf Gebäudeorientierung und Nutzung abgestimmt. Sie ermöglichen eine flexible Steuerung von Lichteinfall und Blendwirkung, ohne die architektonische Einheit der Fassade zu beeinträchtigen.
Flexibilität in Funktion und Design
Variable Steuerung: Individuelle Positionierung von Paneelen oder Elementen zur gezielten Regulierung der Licht- und Sichtverhältnisse.
Maximale Öffnung: Motorisierte Elemente ermöglichen Drehungen von bis zu 90° für einen unverbauten Blick nach außen.
Funktionale Füllungen: Einsatz von Streckmetall, Lochblech oder Glas zur aktiven Lichtlenkung und Sichtkontrolle.
Materialqualität & Langlebigkeit
Systemstabilität: Formstabile Konstruktionen aus Aluminium oder Stahl mit minimalem Wartungsaufwand.
Hochwertige Oberflächen: Pulverbeschichtung oder Eloxierung für langfristige Witterungsbeständigkeit und Farbkonstanz.
Integration: Nahtlose Einbindung in das architektonische Gesamtkonzept bei voller technischer Leistungsfähigkeit.
Wir konfigurieren die Mechanik und Steuerung exakt nach Ihren Vorgaben. Gerne unterstützen wir Architekten bei der Detailplanung beweglicher Fassadenkomponenten.
Welche Fassadensysteme eignen sich für hochalpine Wind und Schneelasten?
Dies ist das sicherste System für das Gebirge. Die Trennung von Dämmung und Bekleidung verhindert Feuchtigkeitsschäden durch Schmelzwasser.
Stabilität: Massive Unterkonstruktionen aus Aluminium oder Edelstahl leiten hohe Sog- und Druckkräfte sicher in das Tragwerk.
Widerstand: Metallbekleidungen (z. B. Aluminium oder Titanzink) sind hagelfest und nehmen keinen Schneedruck auf.
Elementierte Metallfassaden
Diese eignen sich besonders für größere Objekte in exponierter Lage.
Dichtigkeit: Speziell geprüfte Dichtungssysteme halten extremem Schlagregen und Orkanböen stand.
Montagevorteil: Die hohe Vorfertigung erlaubt eine extrem schnelle Montage in den kurzen wetterbegünstigten Zeitfenstern im Hochgebirge.
Technische Notwendigkeit:
In diesen Lagen setzen wir auf verstärkte Wandhalterabstände und hochwetterfeste Oberflächen (HWF), um der intensiven UV-Strahlung und den extremen Temperaturwechseln dauerhaft standzuhalten.
Wie lassen sich thermische Trennungen bei Stahl-Glas-Fassaden technisch korrekt ausführen?
Die thermische Entkopplung bei Pfosten-Riegel-Konstruktionen aus Stahl erfolgt bei uns über ein dreistufiges Sicherheitskonzept:
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Isolator-Profile: Hochwertige Dämmstege (z. B. aus PA 6.6 oder PE-Schaum) unterbrechen den Wärmefluss zwischen der inneren Stahlstruktur und der äußeren Pressleiste.
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Thermische Schraubentrennung: Einsatz von Edelstahlschrauben mit speziellen Isolierhülsen, um punktuelle Kältebrücken im Verschraubungsbereich zu eliminieren.
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Dichtungssysteme: EPDM-Dichtungen mit großen Überlappungen im Kreuzungspunkt gewährleisten eine durchgehende thermische Ebene und verhindern Kondensatbildung am Stahlprofil.
Welche U-Werte sind mit hinterlüfteten Metallfassaden realistisch erreichbar?
Realistische U-Werte im Systemvergleich
Standard-Neubau (GEG-konform):
Werte zwischen 0,20 und 0,25 W/m²K sind mit Dämmstärken von ca. 140 bis 180 mm (WLG 032/035) problemlos realisierbar.
KfW-Effizienzhaus / Gehobener Standard:
Werte von 0,15 bis 0,18 W/m²K werden durch den Einsatz von Hochleistungsdämmstoffen (z. B. Mineralwolle mit niedriger Wärmeleitgruppe oder PIR-Platten) erreicht.
Passivhaus-Standard:
Spitzenwerte von 0,11 bis 0,14 W/m²K sind möglich, erfordern jedoch Dämmstärken ab 240 mm und eine konsequente thermische Trennung der Wandhalter.
Die entscheidenden Einflussfaktoren
Um diese Werte in der Praxis sicher zu erreichen, ohne "Angriffsfläche" bei der Abnahme zu bieten, sind folgende Punkte technisch entscheidend:
Vermeidung von Wärmebrücken:
Die Unterkonstruktion (Aluminium-Wandhalter) durchstößt die Dämmebene. Wir verwenden thermische Trennelemente (Thermostopps) zwischen Wandhalter und Mauerwerk, um den punktuellen Wärmeverlust um bis zu 30 % zu reduzieren.
Wahl des Dämmstoffs:
Durch den Einsatz von Dämmstoffen der Wärmeleitgruppe (WLG) 032 anstelle von 040 lässt sich die Fassadenstärke bei gleichem U-Wert deutlich schlanker halten.
Edelstahl statt Aluminium:
In hocheffizienten Bereichen setzen wir auf Wandhalter aus Edelstahl. Da Edelstahl Wärme deutlich schlechter leitet als Aluminium, sinkt der negative Einfluss der Wärmebrücken massiv.
Welche Normen gelten für Metallfassaden (EN 1090, UNI, CE-Kennzeichnung)?
Die Planung und Ausführung von Metallfassaden unterliegt strengen europäischen und nationalen Regelwerken. Bei Metall Ritten garantieren wir eine normkonforme Umsetzung, die höchste Sicherheit und Langlebigkeit mit rechtlicher Absicherung verbindet.
EN 1090: Tragwerke aus Stahl und Aluminium
Als zertifizierter Fachbetrieb erfüllen wir die Anforderungen der EN 1090, die für alle tragenden Bauteile im Metallbau verpflichtend ist. Während der Standard-Hochbau meist die Ausführungsklasse EXC2 erfordert, ist Metall Ritten für die höhere Klasse EXC3 zertifiziert. Damit sind wir qualifiziert, auch statisch anspruchsvolle und sicherheitskritische Konstruktionen (z. B. großflächige Fassaden mit extremen Lasten oder Sonderbauten im öffentlichen Raum) zu realisieren.
Diese zentrale europäische Norm definiert die Leistungsmerkmale, die für die CE-Kennzeichnung nachgewiesen werden müssen:
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Widerstand gegen Windlast (Druck und Sog).
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Schlagregendichtheit und Luftdurchlässigkeit.
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Standsicherheit und Brandverhalten.
Welche Anschlussdetails sind bei Übergängen zu Beton- oder Holzkonstruktionen zu beachten?
Anschlüsse an Beton- und Holzkonstruktionen werden projektbezogen ausgeführt und auf die jeweiligen statischen und bauphysikalischen Anforderungen abgestimmt. Dabei stehen eine sichere Lastabtragung, der Ausgleich von Bauteilbewegungen sowie eine dauerhaft funktionierende Abdichtung im Fokus.
Bei Betonuntergründen erfolgt die Befestigung in der Regel über geprüfte Verankerungssysteme, wobei Toleranzen im Rohbau durch justierbare Konsolen ausgeglichen werden. Gleichzeitig wird auf eine thermische Trennung geachtet, um Wärmebrücken zu minimieren.
Bei Holzkonstruktionen werden die materialbedingten Verformungen durch geeignete Befestigungsdetails berücksichtigt, etwa durch gleitende Lagerungen oder Langlöcher. Zusätzlich spielen Feuchteschutz und Hinterlüftung eine zentrale Rolle, um die Dauerhaftigkeit der Konstruktion sicherzustellen.
Wie wird Toleranzmanagement bei großflächigen Fassaden planerisch berücksichtigt?
Das Toleranzmanagement wird bereits in der Planungsphase integrativ berücksichtigt und umfasst die Abstimmung zwischen Rohbau, Unterkonstruktion und Fassadenelementen. Ziel ist es, unvermeidbare Maßabweichungen sicher aufzunehmen, ohne Funktion oder Erscheinungsbild der Fassade zu beeinträchtigen. Grundlage bilden die geltenden Normtoleranzen des Rohbaus, auf deren Basis die Fassadenkonstruktion mit entsprechenden Ausgleichsmöglichkeiten konzipiert wird. Dazu zählen insbesondere justierbare Konsolen, variable Anschlussdetails sowie definierte Fugen- und Bewegungsbereiche. Bei großflächigen Fassaden werden zusätzlich Raster, Achsmaße und Elementgrößen so geplant, dass Toleranzen gleichmäßig verteilt und optisch kontrolliert aufgenommen werden. Montagekonzepte berücksichtigen dabei eine schrittweise Ausrichtung und Fixierung der Elemente, um Maßketten nicht zu kumulieren. Ergänzend erfolgt eine enge Abstimmung mit den beteiligten Gewerken sowie, je nach Projektanforderung, eine Vermessung des Rohbaus vor Beginn der Fassadenmontage.
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